„HAI-LIGHT-SAFARI“
Da die Überfahrt zu den „Brothers“ ca. 5 Stunden dauert, starten wir bereits in der Nacht. Noch bevor die Sonne aufgeht erreichen wir die beiden Inseln, die ca. 140 km von der Küste entfernt mitten im Roten Meer liegen. Die Brother Island´s gehören zu den besten Tauchplätzen der Welt. Die „beiden Brüder“ ragen extrem steil aus der Tiefe hervor.
wobei die etwas geschütztere Ostseite mehr Weichkorallen und die Westseite wegen der Brandung mehr Hartkorallen aufweist. Im etwas tieferen Bereich erwartet den Taucher ein prächtiger Gorgoniengarten. Neben den unterschiedlichsten Haiarten sind auch Mantas keine Seltenheit. Neben all den Großfischen gibt es auch eine Vielzahll an kleineren Fischen, die sich nahe um das Riff herum tummeln. Selbst beim Sicherheits-Stop unter dem Boot wird es nicht langweilig, da heimische Seiden- oder Hochseeweiß-spitzenhaie hier oft ihre Runden ziehen und Tauchern gegenüber weniger scheu sind.
Der Große Bruder ist 400 m lang und 90 m breit. Hier steht ein Leuchtturm, der im Jahre 1883 erbaut wurde und heute durch das Militär genutzt wird. Unser erster Tauchgang führt uns hier an die Nordspitze zu dem Wrack der NUMIDIA. Dieser Frachtdampfer war 150 m lang und erstreckt sich von der Oberfläche senkrecht in die Tiefe bis auf ca. 80 m. Das Schiff ist vor fast 100 Jahren gesunken und weist somit einen reichhaltigen Korallenbewuchs auf.
Die Vielfalt an Fischen ist enorm, Zackenbarsche, große Gruppen von Schnappern, Meerbrassen und Barben sowie kleine Gruppen von Stachelmakrelen um nur einige zu nennen. Auch lohnt es sich, ab und zu einen Blick ins offene Meer zu werfen, denn man wird mit Haien, Barrakudas und mit etwas Glück sogar mit einem Mondfisch belohnt. Ein weiteres Highlight ist das 82 m lange Dampfschiff AIDA, das 1957 gesunken ist. Es liegt in einer Tiefe von 30 – 65 m und ist ein idealer Ort um der Unterwasserfotografie zu frönen. Da das Wrack sehr tief liegt eignet es sich nur für sehr erfahrene Taucher! Da bei den Brother Islands aus Sicherheitsgründen keine Nachttauchgänge gestattet sind sollte man in den späten Nachmittagsstunden die Gelegenheit nutzen, der Insel und ihren Bewohnern einen Besuch abzustatten. Man kann die Aussicht vom Leuchtturm genießen, sich etwas die Füße vertreten und bei einem Tee und ner Shishsa ein „Schwätzchen“ mit den Inselbewohnern halten.
Spät am Abend starten wir dann zu unserem nächsten Ziel - das
Daedalus Reef! Die Überfahrt dauert ca. 8 Stunden. Da wir
Richtung Süden, also mit den Wellen fahren, wird man selbst bei
starkem Seegang nicht durchgeschüttelt und kann geruhsam schlafen.
Auch trifft man hier nicht viele Boote an, da es nicht auf den üblichen Safari-Routen liegt und für Tagesboote, ca. 4 Stunden vom Festland zu weit entfernt ist. Aus diesem Grund sind die Tauchplätze am Daedalus-Reef auch heute noch nahezu jungfräulich, was den besonderen Reiz dieses Tauchzieles ausmacht. Um die riesige Riffplatte, die bis nahe unter die Wasseroberfläche reicht fällt das Riff recht steil ab.
Es ist Anziehungspunkt für viele Fischarten aus dem offenen Meer. Auch gibt es hier Riff-fische in Hülle und Fülle. Muränen, Schildkröten oder Napoleonfische sind ebenfalls keine Seltenheit. Besonders begeisternswert ist die enorm große und dichtbesiedelte Anemonenstadt. Am letzten Tag der Safari betauchen wir das legendäre Elphinestone-Reef. An diesem bekannten Hai-Light-Tauchplatz trifft man neben Hammer- und Riffhaien auch öfter den Hochsee-Weißspitzenhai (Longimanus) an. Ein ganz besonderes Erlebnis. Die Seitenwände fallen steil ins Meer ab. Sie sind mit einer Vielfalt an Korallen bewachsen und von den unterschiedlichsten Fischarten bevölkert sind. Auch Mantas schauen hier regelmäßig vorbei. Nach dem 2. Tauchgang fahren wir dann in den Hafen von Ras Ghalib wo wir die Safari gemütlich ausklingen lassen! Dann ist auch leider diese Safari wieder zu Ende… …aber „nach“ einer Safari ist ja auch immer wieder „vor“ einer Safari! „Marsa Lama“... bis zur nächsten Safari! Da es sich bei vielen Riffen um Steilwände handelt sollten die Taucher eine Taucherfahrung von mindestens 50 Tauchgängen haben. Routen-Änderungen bleiben den Wünschen der Gäste und dem Wettergott vorbehalten. Für weitere Informationen stehen wir Euch gerne zur Verfügung.
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