Mal wieder Ägypten…
Versuch eines Reiseberichtes
Parteiisch – Kostenneutral
Ein
tropisch anmutendes Meer, fast vor der Haustür, zumindest in Flugstunden
gerechnet-
lockt immer wieder zahlreiche Besucher an, so auch 18 Tauchtouristen (14 x
TCB-Berlin, 4 TCB-Freunde oder Ehemalige) ,die sich am 16.9.04 zu einer
1-wöchigen Hai-Light-Safari mit dem Boot "Vita" aufmachten .

Das
Einchecken in Tegel fand trotz der Buchungen für 2 Maschinen auf einem Flugsteig
statt,was zur Folge hatte, dass auch nur eine Maschine flog.
Der Hinflug verlief reibungslos bis auf die Tatsache, dass der Verzehr von
mitgeführtem
Fremdbier nicht gestattet war und die Stewardess sich als Büchsensammlerin (
nicht für Leergut sonders diesmal für Vollgut) betätigte.
In
Hurghada angekommen, wartete schon Petra von "Art of Active " auf uns, die auch
den Bustransfer zum Hotel Minamark organisiert hatte, in dem wir für 2 Tage die
Freuden des ägyptischen Landurlaubs genießen sollten, da die Safari erst am
Sonntag begann.
Auf der
Fahrt zum Hotel und an den folgenden 2 Tagen wurde schnell klar, dass sich in
den letzten 15 Jahren viel verändert hat: die Zahl der Hotels und Bauruinen hat
sich verdreifacht, die Zahl der osteuropäischen „All-inklusive-Besucher“ auch.
Die 24 stündige „Multi-Kulti-Ballermann"-Beschallung kann man entweder lieben
oder hassen; nett finden auf keinen Fall.
Die Highlights dieser 2 Tage waren die Bootstagestouren, die wir bereits mit der
" Vita" unternehmen durften (wir warteten noch auf 2 Safari-Nachzügler)

und das hervorragende, sehr leckere Kamel-Essen in der Villa Kunterbunt im Arabia Beach.
In diesen 2 Tagen konnten wir uns bereits von der sehr hilfsbereiten Schiffscrew und dem sehr guten Zustand des Schiffes überzeugen!
Die Tauchgründe um Hurghada haben trotz der starken Frequentierung verhältnismäßig wenig gelitten und bieten immer noch die breite Palette eines tropischen Gewässers.
Am Sonntag konnte die Safari dann endlich beginnen…
Die Chance auf Großfisch ( Hammerhaie, Grauhaie, Fuchshaie, Seidenhaie),
Schildkröten und Rochen steigt, je südlicher man kommt, wovon wir uns mehrfach
überzeugen konnten!!!
An den
Brother Islands sind die Weichkorallen auch bei einer Dauerbelagerung von 10 -12
Booten immer noch in sehr gutem Zustand.
Das Wasser war warm, das Tauchen bis auf den Whirl Pool am Little Brother und
kleine Strömungsattacken am Daedalus Reef und Elphinstone Reef echt easy!

Bis auf einige kleine Zipperlein haben alle die Tour unbeschadet überstanden!
Zwischen den 3- 4 Tauchgängen gab es an Bord viel Kurzweil:
Walkman hören, lesen, Fuß- und Rückenmassagen durch Schwester Ursel.
Die Boots-Einneblungs-Versuche mit diversen Wasserpfeifen -Aromen ( Vanille,
Apfel, Multivitamin) hätten manche Puddingpulver- Fabrik in Raum Hameln und
Holzminden vor Neid erblassen lassen.
Weiterhin bleibt noch das sehr gute Essen zu erwähnen, das der Schiffskoch
täglich mit viel Geschick und Kreativität zauberte .
Nach einer etwas lebhaften Rückfahrt Richtung Marsa Alam , bei der eine
Außenkabine leicht gewässert wurde und einiges an Geschirr zu Bruch ging,
erreichten wir den Hafen in der Nähe von Marsa Alam , in dem wir die letzten 2
Tage verbrachten, da wir keine Lust auf Hurghada hatten .
So
konnte die verbleibende Zeit mit der Besichtigung von El Quesir , dem Kauf
weiterer Wasserpfeifen, T -Shirts, Medikamente und der Begutachtung der
Grossbaustelle , die sich direkt am Hafen befand, verbracht werden. Das Wässern
der Tauchklamotten hat sich diesmal richtig gelohnt, da zu der Salzkruste noch
der Wüstenbausand kam, der das Boot in den 2 Tagen gut beschichtet hatte!
Am 27.9.04 wurden wir dann vor dem Aufstehen um 4.00 Uhr früh abgeholt, um nach
dem Transfer die verbleibende Zeit in Hurghada in einer Frühstückskneipe mit
Essen, Schlafen und Skatspielen zu verbringen. Gegen 10.00 Uhr bewegten wir uns
Richtung Flughafen. Nach dem Einchecken wurde ein Tisch in der Nähe des
Duty-Free Bierkühlschrankes belegt, um ohne Verzögerung ständig für Nachschub zu
sorgen. Die Plünderungsversuche wurden ziemlich abrupt unterbrochen
durch den Aufruf des Fluges.
Bei der Ankunft in Tegel wurden wir herzlich von Mary begrüßt .
Ein besonderes Dankeschön geht an Petra Mandel, die Tourleaderin und Thomas V. für die gute Auswahl des Bootes und insbesondere die tauchtechnisch gelungene Organisation.

Es hat allen viel Spaß gemacht!
Gaby
Kühne
TCB-Berlin