Hai-Light Safari 2004

Hai-Light Safari 2004

Hai-Light Safari 2004

Nei! Nunner! Gugga! Niewa! Nuff!

So lautete das Motto der Hailight-Safari vom 23.08.2004-30.08.2004 in Ägypten am Roten Meer.
Am Montag trafen wir uns alle noch etwas verschlafen auf dem Stuttgarter Flughafen. Nach einer herzlichen Begrüßung checkten wir unser Gepäck ein und hatten noch ein wenig Zeit uns bei einem gemütlichen Frühstück zu unterhalten, Neuigkeiten auszutauschen und auch zu beschnuppern. Denn manche unserer 19 köpfigen Gruppe, die die nächsten 7 Tage miteinander auf dem Boot VITA verbringen sollten, kannten sich noch gar nicht.

 

 

Die Happy - Divers

 

Nach einem halben Jahr Planung war die Vorfreude auf die Tauchsafari natürlich riesengroß. Unsere Gruppe, zusammengewürfelt aus den „Ulmern“ Matthias und Lucie, Jörg und Steffi, Steffen, Antje und Melle, den „Biberachern“ Michael, Daniela und Michael, Klaus, Elke und Markus, Anja, Eva und Karl und Simone und den „Ingelheimern“ Günther und Sven hatte eine Woche Tauchsafari auf dem Luxustraumschiff „MY VITA“ gebucht. Allein beim Anblick der Bilder im Internet kamen wir schon ins Schwärmen. Und das ganze auch noch mit einer sympathischen, blonden, adretten Begleitung, die bisher aber nur unser Organisator Matthias kannte.
Am Flughafen Hurghada angekommen nahmen manche von uns wieder den ägyptischen „spezial“ Begleitservice in Anspruch und mussten deshalb beim VISA etwas mehr bezahlen. (Wir hoffen ja, dass das dieses Jahr das letzte Mal war. ;-) )

 

 

Von unserem Diveguide Petra wurden wir in Hurghada schon sehnsüchtig und freundlichst erwartet. Und nach einer perfekt organisierten Busfahrt waren wir auch schon auf unserem 35m langen und 8m breiten Traumschiff und verteilten die Kabinen. (Die wir aber kaum gebraucht haben, da fast alle unter freiem Sternenhimmel schliefen!).
 

 

Nach italienischen Spaghetti gings nun zum gemütlichen Teil bei Ramazotti und Gin. (Manche konnten es ja nicht lassen und machten noch Hurghada Downtown unsicher. Schön dass alle trotz langem Fußmarsch in die falsche Richtung letztendlich wieder zum Boot gefunden haben).
 

 

Am nächsten Morgen liefen wir, nach Bestechung der Küsten(sch)wache(n), zum Checkdive nach Ras Disha aus. Hier konnten wir endlich einmal wieder die Unterwasserwelt des Roten Meeres genießen. Petra führte uns anschließend zu dem in den 90er Jahren gesunkenen Wrack der Salem Express. Nach einem Briefing von unserem angehenden Divemaster Jörg tauchten wir in die Tiefe zu alten Radios, Koffern, Rettungsbooten und einem gigantisch schönen Anblick des gesunkenen Schiffes, das über und über mit kleinen Seenadeln bestückt war.
 

Salem Express

 

Danach führte uns Petra zum Middle Reef. Hier machten wir einen Nachttauchgang und bewunderten Kofferfische, Seesterne, Muränen, Feuerfische und einen Wurm (den Günther in einem Felsspalt entdeckt hatte).
In der Nacht fuhren wir los zu den Brother Islands. Hier wurden wir wie jeden Morgen von einem freundlichen: „Guuten Moorgen! Wolla ma net ammal wieder zum Taucha geha!“ geweckt. Nachdem man dann mit fröhlichen, aber auch mürrischen Gesichtern, eine Kaffee oder Tee getrunken hatte gings ins Wasser, um wieder einmal ein Wrack, die Numidia, zu betauchen. Unsere Zodiacfahrer brachten uns wie immer sicher und punktgenau zum Einstieg, wo wir uns gleich mal auf 40m fallen ließen und ein sehr schön bewachsenes Wrack und ebenso Weißspitzenriffhaie, Barrakudas, Grauhaie, Thunfische und wunderschöne Korallen zu Gesicht bekamen. Wir blieben den ganzen Tag am Big Brother, betauchten noch das Wrack der Aida und machten vor dem Abendessen noch einen „relaxten 30m Tauchgang“ um ein paar Haie zu suchen und natürlich auch zu finden. Noch am selben Abend legten wir noch ab und ankerten am Little Brother. Sehr zum Nachteil unserer beiden Seekranken, die am Big Brother den Leuchtturm besichtigten und dort beim Landgang ein Tässchen Tee und eine Schischa serviert bekamen. Doch am Little Brother hatten wir weitaus weniger Seegang und so konnten wir am Donnerstag gleich mit dem Early Morning Dive starten. Am Kleinen Bruder machten wir wieder mehrere wunderschöne Tauchgänge, darunter auch die legendäre Schnittchentour.

 

Ein Tauchgang mit lauter Frauen. Geführt von unserer charmanten Petra. Melle war der Star des Tauchgangs. Zuerst fiel sie bäuchlings vom Boot ins Zodiac und dann ins Wasser. Als wir dann endlich den Tauchgang starten konnten blies ihr Tauchcomputer ab und sie musste bei Petra am Oktopus mittauchen. So viel Spaß hatten wir Frauen wohl noch selten bei einem Tauchgang und was das für ein genialer Anblick von uns Wassernixen war, das muss hier wohl kaum dokumentiert werde.
 

 

Am Samstag fand dann wohl der spektakulärste Dive des ganzen Urlaubs statt. Die Gruppe von Petra hatte sich von vornherein vorgenommen einen Hailightdive zu machen. Wir ließen uns gleich nach unten fallen und starrten ins tiefe Blau. Wir mussten nicht lange warten, bis wir einen Hai zu Gesicht bekamen, doch es kamen immer mehr. Plötzlich waren es 7, dann 8. Sie kamen immer näher, wahrscheinlich, weil sich wirklich alle ruhig verhielten und die Haie neugierig waren. Nun konnte man sie auch deutlich erkennen. Es waren Hammerhaie, der größte muss wohl so 4m gewesen sein. Manche Taucher behaupten, dass es wohl um die 15 Stück gewesen sein müssen. Ob das am Tiefenrausch gelegen hat kann keiner nachvollziehen. Wenn man Svens Gesicht nach diesem Tauchgang gesehen hat, dann kann man schon davon ausgehen. Ich kann leider nur so viel dazu sagen. Es waren Hammerhaie, es waren viele und sie waren sehr nah bei den anderen und nicht bei mir und das war gut so!!!!
Die Worte unserer süßen Petra lauteten ungefähr so: “Ich habe ja unter Wasser schon viel erlebt, aber das war nach dem Walhai von meinen 4000 der Beste.“ Und das soll doch was heißen.

 

If i had a hammer ....

 

Am Freitag gings dann zum Deadalus Reef. Wir betrachteten den süßen Anemonengarten mit Nemos in allen Größen, Grauhaie, Rotfeuerfische, Thunas, Drückerfische, Falterfische und die gesamte Schönheit des roten Meeres. Abends saßen wir natürlich wieder gemütlich bei unserem Verdauungsgetränk.
 

 

 

An diesem Abend war dieses Ereignis natürlich Gesprächthema Nummer eins. Die Krönung des Abends war aber dann noch das traumhafte Abendessen an Deck (dessen Kopf man am Mittag schon im Meer bewundern konnte). Es gab einen riesigen Truthahn mit allerlei Gemüse, Reis, Nudeln und allem was das Herz begehrt. Anschließend konnte man wieder seine tänzerischen Fähigkeiten bei ägyptischer Musik zeigen. Leider lässt diese bei manchen doch sehr zu wünschen übrig.
Vielleicht könnte Antje nächstes Jahr einen kleinen Bauchtanzkurs vor dem Urlaub anbieten.!?
Nach einer weiteren wunderschönen Nacht an Deck bei Mondenschein und Sternenhimmel waren wir nun am letzten Tauchtag angelangt.

 

Turkey auf Arabisch

 

Wir starteten am Elphinstone Reef, einem schönen Tauchplatz, der ohne ein 20köpfige Gruppe Österreicher noch ein bisschen schöner zu betauchen gewesen wäre.
Unsere letzten Tauchgänge machten wir ganz relaxt in Abu Dabab. Hier konnten wir noch einmal richtig die wunderschöne Unterwasserwelt des Roten Meeres genießen.
Schade, dass auch diese Woche in Ägypten so schnell vorüberging.

 

Meister der Tarnung - Der Drachenkopf

 

Doch dass diese Woche wieder ein so großer Erfolg war, haben wir wohl zu einem großen Teil dem Organisator Matthias zu verdanken, der sämtlich Tickets, Unterlagen, Telefonate, etc. ohne ein Murren erledigt hat. Außerdem hätten wir ohne ihn nie einen sooooo tollen, charmanten, professionellen, liebenswürdigen, tüchtigen, arabisch sprechenden Diveguide gehabt. Hier möchten wir uns noch einmal für die tolle Woche und deinen Einsatz bedanken, liebe Petra. Wir fahren jederzeit wieder mit dir mit und senden dir hiermit nochmals liebe Grüße.

 

Ein wahrer Kaiser

 

Auch unserer genialen Crew müssen wir noch ein Dankeschön sagen. Das Essen war zwar nicht arabisch aber dafür gigantisch, unsere Zodiacfahrer einfach nur super. (Einige von uns haben in dieser Woche den Zodiacführerschein erworben. Ihnen noch herzlichen Glückwunsch.) Das Schiff einfach nur ein Traum, das Wetter war es ja sowieso.
Ich hoffe, dass wir alle bald wieder einen solch traumhaften Urlaub erleben.
Zum Schluss sagen wir alle noch ein “Fisachadekum“ auf alle die dabei waren. Ich denke wir sind uns einig: Es war wieder einmal eine super Woche und wir erklären uns jederzeit wieder bereit mitzugehen.

Hier gibt es den ganzen Bericht als Download [39 KB]

 

Auge in Auge - Rotfeuerfisch

 

 

Bericht stammt aus der Feder von Simi, vielen Dank wir haben diesen gerne veröffentlicht.