Hai-Light-Safari Tauchclub Nautilus, Oktober 2004

23.10.2004 Endlich geht es los, die Hai-Liaht-Tour mit der Vita 1 und den vielen Nautilanern  an Bord, alle langjährig  erfahrene Taucher mit viel Taucherfahrung bei allen nur möglichen Safaris im roten Meer dabei gewesen. Vor allen Dingen extrem verwöhnt von guten Schiffen mit gehobener Klasse. Mal sehen ob da die Vita mithalten kann. Nun  schauen wir mal  was die Vita so zu bieten hat. Diese Gruppe wird für Petra Mandel (Tauchguide  und Veranstalter von Art-of-Active) ein harter Brocken werden. Nach einem Abendflug ab Frankfurt landete  der Flieger nachts  in Hurghada  und das Suchen der Tauchkoffer begann. Prima alles da.  Dann ging es mit dem Bus zum Anlegeplatz (Hilton Hotel, Hurghada) der Vita. Und los ging es mit dem Verstauen des Tauchgepäckes. Für alles war gesorgt 12l und 15l Aluflaschen bisher alles wie wir es gewohnt sind .Sauber und ordentlich das Boot. Es macht einen guten  Eindruck. Nun müde erst einmal ins Bett, zu mindestens für 4 Stunden. Nach einem  guten ersten Frühstück die Abfahrt und dann zu unserem Checktauchgang.

Ausrüstung und alle Kameras  sind OK. Nach dem ersten Tauchgang gab es ein schmackhaftes Mittagessen und ein Schläfchen bis wir dann bei der Salem Express ankamen. Wobei wir bei diesem Tauchgang der langsam in der Dämmerung beendet wurde schon ein mulmiges Gefühl hatten. Besonders als wir dann auftauchten und feststellen mussten , dass die Vita etwas weiter festgemacht hatte. Aber da waren Sie schon unsere Zodiaks .Nichts wie rein in die Boote. Die Crew empfing uns schon. Zeit für ein erstes Abendessen. Es war sehr gut und wir merkten von Tag zu Tag wie der Koch Mahmout sich immer mehr übertraf. Diäten sollte hier keiner. Da kann man kulinarisch gar nicht „Nein“ sagen.

 

Nach einer kurzen Pause starteten wir am Middle Reef  unseren Nachttauchgang. Über Nacht setzten wir dann zum kleinen Bruder über. Wecken um 6.00 Uhr morgens. Tja wird wohl ein harter Tag  mit 4 Tauchgängen. Das war schon was. Die Kompressoren immer Top nie ein Problem, der Maschinenraum wie geleckt. Die Flaschen mehr als voll. Die Crew  immer hilfsbereit, freundlich und ein Spaß auf den Lippen. Wir wurden verwöhnt, und wie. Man muss die Jungs einfach ins Herz schließen. In den Kabinen jeden morgen die Betten gemacht geputzt und  sauber. Der Luxus einer eigenen Toilette mit Dusche und was denkt Ihr ahhhhhh immer Wasser da ob kalt oder warm .Wir mussten nicht sparen an Wasser. Der Kapitän versteht sein Handwerk perfekt. Das gute Briefing vor jedem Tauchgang mit all den Besonderheiten war immer sehr ausführlich. Bei all den vielen Safaris die ich machte habe ich mich noch nie so gut aufgehoben gefühlt. Petra wusste immer wo und wie die  Strömung, verläuft. Sie hat alles im Griff. Sicherheit steht an erster Stelle.

 

So hatten wir ein schönes Tauchen mit wirklich vielen Hai-Hai-Hai-Lights .So ist es schon ein komisches Gefühl wenn man gerade aus dem Zodiak ins Wasser springen will und springt genau rückwärts auf einen Longimanus. Er und wir verdattert. Kann einer soooo neugierig sein? Auf Armeslänge Auge in Auge mit dem Longi. Wer denkt da noch? Jedes Denken fällt aus.

Nur gut das ich immer drei männliche Tauchpartner hatte die sich gerne für mich geopfert hätten.

 

 

Nachdem ich an diesem Tag vier tolle Tauchgänge mit Grauhaien, Fuchshaien, Hammerhaien, Napoleons, gefräßigen Barrakudas  und der Monstermuräne (Durchmesser 2 mal Oberschenkelbreite ) machte habe ich den Nachtisch abends vor lauter Müdigkeit gar nicht mehr erlebt. Des Nachts waren unsere Freunde unter dem Boot sehr aktiv- Am nächsten morgen legten wir dann am großen Bruder an. Tja wir haben doch nun schon so viel gesehen. Was kommt nun auf uns zu? 6.00Uhr wecken, wer bekommt das erste Schlauchboot zur Numidia die ein wenig nach Osten versetzt an der Nordspitze des großen Bruders liegt beginnend auf 8 Meter Tiefe liegt das Boot in extremer Schräglage am Riff. Das Wrack ist erstaunlich gut erhalten, gut bewachsen mit Korallen. Es ist nicht zu empfehlen vom Rausch der Tiefe ergriffen zu sehen wo dann auf fast 80m Schraube und Ruder sich befinden. Hier sollte man aber auch mit evt.  starker Strömung, Wellen, Wind und Dünung rechnen. Nach so einem anstrengenden Tauchgang haben wir uns das abwechselungsreiche Frühstück nun redlich verdient.

Des weiteren konnten wir uns nach einem kleinen Date mit einem sehr neugierigen kuscheligen Longi das Wrack der Aida ansehen.

 


 

Wobei es schon sehr verwunderlich ist das mein Tauchpartner Wolfgang diesen aufdringlichen Longi gar nicht gesehen hat, auf den ich bei dem Sprung ins Wasser dann landete. Der dann sehr aufdringlich auf Armeslänge vor Tommi und mir  hin und her schwamm .Also kein Wunder das wir Hasis kleines Problem: das Lösen der Flasche aus dem Jacket erst mal zur Seite schoben. Denn bei der Nähe ist es schon besser den Longi im Auge zu behalten.

 Ok und nun Flasche fest und runter zur Aida. Das Wrack beginnt erst ab 27 Meter, Die Schraube liegt auf 60 Meter; schade dass im Roten Meer nun diese Begrenzung der Tauchtiefe bis 30 Meter ist.

 

Also… als wir dann nach diesem Tauchgang endlich aus dem Wasser wollten, die Luft knapp wurde sowie o nicht was soll man zuerst fotografieren .  kreiste  wieder ein Freund unter unserem Boot. Da gehen jedem ganz verschiedene Gedanken durch den Kopf. Bei mir wohl ehr wie komme ich ohne strampelnde Bewegung an der Oberfläche schnellstmöglich aus dem Wasser, ohne als Häppchen für den Longi zu gelten. Die Fotografen und Filmer kamen erst gar nicht mehr aus dem Wasser. Nette Begleitung in Richtung Boot waren auch immer die großen Barrakudas. Bisher ließ unsere Reise keine Wünsche offen. Am Abend ging es dann weiter zum Daedalus Riff. 2 Monate zuvor hatte ich die gleiche Tour schon einmal gemacht .Als wir damals am Deadalus ankamen wurden wir schon freudig von einem jungen Manta erwartet. Er kreiste um das Boot. Nix wie mit ABC ins Wasser und mit Ihm spielen.
Er vermittelte uns das Gefühl auf uns gewartet zu haben

Es war ein einmaliges Erlebnis mit ihm zu spielen und er konnte gar nicht Genug bekommen Das Herz eines Fotografen und Filmers schlägt hier höher. Daedalus ist ein großes Riff und bietet viele Möglichkeiten zu Tauchen und großes wie kleines zu sehen. Ich glaube meine vierer Gruppe hatte es eh mit den großen Fischen. Auch hier Longimanus- Hammer-Seiden oder Grauhaie, Napoleons Barrakudas Muränen was das Herz begehrt.

 

Sogar eine ganze Anemonenstadt auf  Größe ca. 15 auf 15 m und große Korallenblöcke.

 

Hier beobachteten wir auch eine Tauchgruppe von einem anderen Boot, die sich extrem vom Riff in Richtung freies Wasser entfernte und mit der Strömung weggetragen wurde. Als wir nun nach diesem Tauchgang brav im Zodiak saßen und Richtung Vita fuhren sahen wir die Tauchgruppe ziemlich aufgelöst weit ab von Ihrem Boot und keines Ihrer Zodiaks in der Nähe, an der Oberfläche schwimmen. Nicht jedes Boot hat so gute Zodiakfahrer wie die Vita. Die Longis umkreisten nun diese Gruppe und ein hektisches nur schnell aus dem Wasser begann. Als wir sie dann aufnehmen wollten kam dann nach einiger Zeit ihr Zodiak. Abenteuer pur. Da war ich wieder dankbar an Bord der Vita zu sein. Denn da geht bestimmt kein Taucher verloren!


 
  Nun ging die Reise langsam dem Ende zu. Noch zwei Tauchgänge am Elphinstone wo der Massentourismus Einzug gehalten hat. Mindestens 100 Taucher an mir vorbei. Ohne Rücksicht ob man an das Riff gedrückt wird. Nein hier gibt es ja keine Steinfische oder Rotfeuerfische. Für mich wird es kein Hotelaufenthalt mit Tagesausfahrten mehr geben. Es werden nun auch schon Schnorchler an dieses Riff gefahren.
Auch hier sind unsere Freunde meist unter dem Boot anzutreffen.  Aber jeder Urlaub geht leider auch einmal zu Ende. Traurigen Herzens begann die Fahrt nach Ras Ghalib.

Des weiteren hatten wir auch eine schöne Abschiedsparty mit einem perfekten Abendessen,( wobei wir wie immer das Super Thema : Hast du den Rotfeuerfisch gesehen, so einmalig in Größe und Form wie Ihn nur der Wolfgang täglich sah, diskutierten J,) Tanz mit der Mannschaft, einfach viel Spaß. Die Reise war für mich ein Erlebnis und darum werde ich im Mai 2005 die nächste Tour wieder mitmachen. So ich Urlaub erhalte auch noch eine 10 Tage Tour mit der Vita 2 im Juni 2005. Was ich aber wohl nie mehr tun werde ist: Mit meiner  Tauchgruppe Tommi, Martin und Wolfgang des Abends Solo spielen. Da hatte ich als einzige Frau leider keine Chance und musste am nächsten Tag meine Spielschulden sehr schwer abarbeiten. Das ging von Kaffee bringen vor und nach dem Tauchen usw.

Fazit: Es war super!

Wir bedanken uns auch bei unseren Fotografen, Karl-Heinz Sommer und Minas Mavrikakis, dass er uns die schönen Bilder als Urlaubserinnerungen und für diesen Reisebericht zur Verfügung gestellt haben.

Vielleicht sehen wir uns ja mal auf einer Safari und tauchen gemeinsam ab. Bis dahin „gut Luft“…

Eure Silvia J