Hai-Light Safari auf der VITA 1 vom 29.09.- 06.10.2005

 

Nach langer Abstinenz des SCS vom Roten Meer waren wir im Herbst 2005 mal wieder präsent.

Wir, das waren:

- Roland      

- Kerstin und Frank

- Stefan K.

- Stefan E.

- Beide von Hain´s

- Gerd (Obi Wan)

- Marko F.

- Heike

- Kim

- Stoffel

- Peter (Gärtner) + Christine

- Erika

- Annette (pot. Mitglied?)

- Thorsten mit „h“

- Sven

- Petra (Chef)

 

Das Motto: Hai-Light-Safari (man könnte das jetzt frei übersetzen mit hohe Lichter, hatten wir ja auch des Nächtens beim Sternegucken, aber eigentlich ist damit gemeint, dass wir Haie sehen wollten. Haben ja einige von uns ja auch die meisten… aber andere??? J

 

Es ging recht früh in Frankfurt los, so dass wir gegen 11:30 schon in der Perle des Roten Meeres ankamen: Hurghada-Raumhafen, hier treibt sich der Abschaum der gesamten Galaxis rum. Stopp, jetzt bin ich im falschen Film, den Han Solo haben wir in der Airport-Kneipe nicht getroffen. Aber Prinzessin Petra Organa hat uns herzlich empfangen.

Im Vorfeld unserer Reise gab es gewisse Irritationen über den weiteren Verlauf unserer Reise, die dann bei Ankunft im Hyperraum verschwanden.

Also, erst mal Pangalaktische Donnergurgler im Duty-Free kaufen, und ab in den Bus nach Süden. Na ja, bis es wirklich losging konnte noch die eine oder andere Zigarettenpause eingelegt werden. Der Rasende Falke hatte halt die Getränke noch nicht ganz runtergekühlt und seine Koordinaten für den Sprung durch die Sandmauer waren auch noch nicht klar.  Dann endlich kam Han Solo...ne, Mohamed und der flotte Flug ging los. Das Gepäck war absolut sicher, nach Art der Einheimischen, verstaut. Nachdem wir einige Rennen gegen Taxis, Elkawes und feindliche Busse gewonnen hatten, kamen wir, unterbrochen von einem Pitstop zum Teetanken und Limettenkaufen, an unserem Ziel an: das Tauchschiff VITA 1.


Ausgestattet mit dem Modernsten, was der ägyptische Imperator zu bieten hat: für jeden ein Bett, eine Druckluftflasche, Blei, Dieselmotoren, Kompressor, Sitzgelegenheiten, Essen und...Bier. Da schlug das Herz eines jeden Aquanauten höher!

 

An diesem Nachmittag hatten wir genügend Zeit, uns mit den Gegebenheiten unserer schwimmenden Unterkunft vertraut zu machen, denn der Hafenmeister war schon müde und kam erst am nächsten Morgen.

Dafür gab es ein leckeres Abendessen. Um es vorwegzunehmen: der Koch war absolut genial. Während der gesamten Tour konnte sich keiner über das Essen beschweren. Es war alles dabei! Der absolute Favorit zum Frühstück war der allseits beliebte Kamelschinken!

So, Schluss jetzt mit Vorgeplänkel.

Am nächsten Morgen ging es los. Captain Kirk...äh ich glaub es war Ahmed, setzte alle Dieselmotoren und ab ging die Vita:

Erstes Ziel: Abu Dabab: kleiner Auftakt mit Barrakudas und Najawrack.

Dann: Oh Ah Elphinestone: Ich war im Süden, ein paar waren im Norden, wollten Haie sehen...war nix. Wir sind im Süden durch einen wunderschönen Torbogen ( auf amisch Arc) getaucht, unter dem ein Sargofarg vom Tut-Emch liegt.

Dann noch mal Zwischenstopp am Abu Dabab zum Nachtauchgang: schöner großer Stachelrochen war das Highlight. Dann Pennen und Weiterfahren zum Daedalus / Shark-Point: Viel Point, wenig Shark. Dafür aber ein paar Barrakudas und ne echt nette Steilwand.

Wir wechselten dann zu Daedalus-Ost: sehr schöne Schildkröte und Sven hatte das Glück eine Boje inklusive Reel zu finden.

Wir haben dann noch 2 weitere Tauchgänge an diesem Tag gemacht, spektakulär war aber  nix mehr.

Dann aber, am nächsten Morgen: Earlymorningdive um vielzufrüh: Hammerhaie zum anfassen. Scheiße waren die nahe!!!


Aber unser Obi Wan wollte sie nicht sehen.

 

Jo, und dann ging es weiter zu den Brothers. Es kann sein, dass unterwegs noch div. Frauen Geburtstag hatten (mir fällt das gerade so ein, und bevor ich es vergesse erwähne ich es einfach mal: Erika, 25, leckerer 40 Eier Kuchen; Christine, 45, Schokoladenkuchen, musste sich der Koch aus Resten der anderen Boote zusammensuchen.

 

 

 

Der Star unserer Fahrt war jedoch Lemy-der-Bücherwurm-Roland:

 

 

aus dem Stand und ohne Ansage schlägt er unseren ausdefinierten Gärtner bei der Durchführung männlicher Selbstbeweihräucherungsrituale: er kann einfach mehr Klimmzüge machen.

Aus dem Ganzen wurde dann ein richtiger Wettbewerb.

Roland bekam einen Manager, eine Ernährungsberaterin und einen persönlichen Trainingsberater. Es wurde diskutiert, wie Roland noch besser werden konnte (Gewichtserleichterung durch Beinamputation?). Auf jeden Fall war klar: wenn Roland den finalen Wettbewerb am letzten Tag gewinnt, geht er mit Christine von Bord!

Und weil davon der Gärtner so frustriert war, ist er mit seinem wertvollen Leben ab dann etwas leichsinniger umgegangen. Er hat sich sogar den Haien angeboten.

Denn eines schönen Tages hatten wir nach dem Mittag-essen 2 schöne Weißspitzenhochseehaie (Longis) direkt neben dem Boot.

 

O-Ton Gärtner: die muss ich fotografieren. Sprachs und schon war er schnorchelnderweise im Wasser. Unser Guide Petra hat das gar nicht mitbekommen und als sie ins Wasser schaute meinte sie nur: „Schaut euch doch mal den Idioten vom Nachbarboot an, der ist wohl lebensmüde!“ Wir: „Ähm, Petra, das ist unser Gärtner“. Petra: „PETER, BIST DU VERÜCKT; KOMM DA RAUS!!!“

Jetzt nur noch eine Abfolge der UW-Ereignisse:

Little Brother: Gr. Riffhaie: wer hat sie nicht gesehen?!?!?!

Little ist uns zu klein, daher Weiterfahrt zu BIG.

Am Big Brother warteten 2 Wracks und ein Leuchtturm auf uns. Der erste Tauchgang ging zur Numidia. Ein schönes, schräg am Riff liegendes Wrack. Nachdem wir das Wrack betaucht hatten, ließ sich beim Aufstieg noch ein großer Hai (Longi) sehen. Nur Obi Wan hat wieder weggeguckt. Zum Austauchen sind wir dann an der Riffkante entlang: Barakudas bis zum Abwinken: Einzelkämpfer, Schulen und in Putzstationen. Aber nicht nur das. Unterwegs hörten wir ein komisches knackendes oder kauendes Geräusch.

Wir schauen in dessen Richtung und in diesem Moment schießt ein jagender Thunfisch auf uns zu, sieht uns, macht kehrt und verschwindet im Blauen. Adrenalin steigt. Unterwegs noch ein Nappi und ein wunderschöner großer Schwarm.


Der zweite Tauchgang des Tages ging zum Wrack Aida.

Auch ein sehr schönes Teil, liegt ähnlich schräg am Riff wie die Numidia und lässt sich besser Betauchen. Allerdings liegt die Schraube recht tief. Man darf sich allerdings nicht zu lange im Inneren des Wracks aufhalten, da es mit einem Fluch beladen ist: bleibst zu lange vom Tageslicht getrennt, verwandelst du dich in einen tauchenden Vampir! Roland hat so einen gesehen und kann ein schauriges Lied davon singen. Fast hätte dieser noch eine schöne Schildkröte angeknabbert.

Es folgte ein Landgang auf den großen Bruder. Wir bestiegen den Leuchtturm und deckten uns danach mit T-Shirts ein, die es nur auf dieser Insel gibt. Die Kaufentscheidung wurde einem mit einem Glas Tee und einer guten Shisha erleichtert.

 

Es folgte Tauchgang 3 diesen Tages und mein Letzter des Urlaubs. Wir erforschten das Wrack noch mal etwas gründlicher. Auf dem Weg zurück zum Boot kam noch ein unbedeutender Manta vorbei, kaum der Rede wert. Er hatte es sehr eilig und ist nur so ne viertel Stunde bei uns geblieben.

Tja, und dann war zumindest für mich das Tauchen vorbei. In dieser Nacht ging es zurück nach Hurghada. Es wurde noch ein Zwischenstop an einem vorgelagerten Riff eingelegt, aber es störte  mich wenig, dass ich nicht mehr ins Wasser konnte.

In Hurghada angekommen hatten wir noch ausgiebig Zeit, uns Downtown anzusehen. Was soll ich sagen: als ich das letzte Mal hier war, gab es noch nicht so viele Läden. Wir schlenderten ein wenig durch die Stadt, Gärtner ließ sich den Kollektor abdrehen und ich habe mir Fig-Jam (Feigenmarmelade) gekauft.

Dann zurück zum Boot, frisch machen und los zum Abendessen. Es war was ganz besonderes angesagt: Kamel essen. Also nur Teile davon, keine ganzen Tiere. Das Highlight der Speisekarte war Kamelsteak mit Schokoladensoße. Extrem lecker! Und endlich gab es auch mal Rotwein...

Dann brach die letzte Nacht für uns auf der Vita an. Mit vollen Mägen hatte jeder gut geschlafen und am nächsten morgen ging es dann zum Flughafen.

Nachdem alle Formalitäten erledigt waren, die letzten Souvenirs eingekauft wurden ging es dann raus auf das Rollfeld: Peters Herz blieb fast stehen: ein Eintracht Frankfurt Flieger sollte uns zurück nach Frankfurt bringen! Wenn das kein würdiger Abschluss ist!

Es war eine schöne Vereinsfahrt mit vielen tollen Erlebnissen. Nicht unwesentlich dazu beigetragen hat natürlich Petra Mandel, die für uns diese Tour organisiert und als Tauchguide begleitet hat und sich sicherlich freuen würde, wenn der eine oder andere SCSler mal wieder auf die Vita käme.

 


Euer
Stefan Eichenauer