„Safari der Ereignisse“

Die nun folgende Geschichte beruht auf einer wahren Begebenheit.

(Im Rahmen des Schutzprogrammes wurden die Namen von der Redaktion geändert)

 

 

Es fing im Mai damit an, dass Otto und Hans aus B. eine Tauch-safari fahren wollten! Sie hatten sich auch beide schon einen festen Urlaubs-termin im Kopf vorgestellt und wußten auch schon wohin und vor allem mit wem.

Im September, im Roten Meer, mit Lieselotte aus B.! Lieselotte ist der Guide, die Executive (böse Zungen nannte sie beim morgendlichen

 

 

Wecken liebevoll den „Drill-Instruktor“). Otto und Hans kontaktierten Lieselotte, zu dem Zeitraum sollte aber keine Safari stattfinden. Hans und Otto waren sichtlich ent-täuscht, es regnete 5 Tage in B. Sie wollten doch unbedingt mit Lieselotte noch eine Safari machen. Also nervten und bequatschten sie die Arme bis sie schließlich zusagte. Damit war das Kielwasser schon eingeschleust!!!

 

Somit kam der Stein der Ereignisse ins Rollen und der Lawine stand nichts mehr im Weg…

 

 

 

 

Hubertine aus B. gesellte sich dazu, dann wie ein Blitz auch  Gordon aus F., ebenso Kalle und Horst aus D.; Kalle hatte diese Safari von seiner Frau zum Geburtstag geschenkt bekommen (wobei der Schreiber nicht weiß, ob dies nun ein Geschenk für ihn oder sie war!). Paulinsche und Louis aus´m Umland, Siegmund und Waldemar aus S.; Hugo und Alphons aus Gorleben (was im Nachhinein doch einiges erklärt!) und Mary aus H.H.;

 

Die Truppe für das Boot war fast komplett, diverse Balaststoffe, mit denen der Literat keinen Kontakt hatte waren später auch an Bord aber nicht weiter erwähnenswert.

Das Schlussbild bildeten noch die 3 Mädels, „uns Uschi“ vom Weißwurschd-Äquador und unsere beiden Mädels Schneeweißchen und Rosenrot, die mit ihren beiden getarnten Bettflaschen mal Urlaub von den anonymen Alkoholikern machen wollten.

 

 

 

         

 

Diese 18 Personen trafen mit 14 unterschiedlichen Flügen ein; hier wird der interessierte Leser nun feststellen welch internationaler Flair dieses Boot belebte! Alle trafen pünktlich ein… außer Gorden, dessen Flieger vom Blitz getroffen wurde und er somit 5 Stunden verspätet eintraf. Mittlerweile gehen die Safariteilnehmer davon aus, dass der Blitzschlag nicht aufgrund eines Unwetters einschlug, sondern von Gordon angezogen wurde! Diese überschüssige Energie trug er mit sich und ließ sie peu-a-peu ab!

 

 

Man beachte weitere Ereignisse und der Leser wird nach Beendigung des Berichtes konfirm mit dieser Aussage gehen…

 

Es fing damit an, dass die Vita 1 aufgrund einer Reparatur nicht zur Verfügung stand, wofür aber ein äquivaläntes Boot im Hafen von Ras Ghalib auf uns wartete.

Der erste Tauchgang wurde ein angenehmer Check-Dive, damit sich die Buddies aufeinander einstellen konnten. Hier verdiente sich auch Mary ihren Namen „Plankton“. Dieser Tag verlief wie geplant; die erste Nacht brach herein, es wurde relativ früh geruht, da alle vom Vortag noch erledigt waren. Aber von Nachtruhe keine Spur (man geht davon aus, dass Gordon nicht fest schlief)… beim Frühstück wurde berichtet, dass von der einen Motorschraube ein Blatt abhanden gekommen war.

 

Wo war es? Piraten? Was ist passiert? Schlug das Volt-Meter wieder zu?

 

 

„Isss ja alles keen Problem!“ für diese klasse Truppe…. Die Überfahrt ging nun etwas langsamer, aber es wurde weiterhin getaucht, gegessen, geschlafen und viel dusselig gequatscht!

 

 

 

 

Der dritte Tag began ohne besondere Vorkommnisse mit lauter Mucke, Aufsteh-Komando vom Drill-Instruktor und einem richtig „Early-Morning-Dive“ (6.00 Uhr im Wasser… gähn…!)

 

 

 

Der Tagesablauf war wieder der gleiche:

Tauchen bis der Arzt kommt, essen bis man platzt und zwischendurch lesen, quatschen und der Seele Freilauf lassen!

 

Alphons und Hugo beschlossen an diesem Abend an der Safari nicht mehr teilzunehmen.

Hierfür gab es sicherlich mehrere Gründe (wir wollen ja nicht alles auf Gordon schieben), Schnatterienchens Geschnatter, das frühe rustikale Wecken und das tauchen im Nassen führten dazu, dass die beiden am nächsten Morgen das Boot verließen und beschlossen nur noch trockene Tauchgänge in der Kammer zu unternehmen! Klar, da kann man ja dann auch mal tiefer gehen… Vielleicht wollten unsere beiden Machos auf diese Weise auch unauffällig den Kontakt zum Großfisch meiden! Aber das wird nur gemunkelt.

 

Die restlichen Taucher zogen weiter das feuchte Nass vor. An diesem Abend trug es sich zu, dass auch versteckte Talente der Taucher entdeckt wurden…

Ob nun „Eros Ramazotti“ dabei mit Schuld war, ist nicht mehr nachvollziehbar.

Auf jeden Fall war die Flasche leer und ein neuer Anzug ward geboren. Ein halbtrockener Shorty mit aus Beinen und Armen gebastelten Accessoires! Kalle Lagerfeld, der eigentlich Hintergründige war hierbei voll in seinem Element und sehr vordergründig. Unser Drillinstrucktor wollte schließlich im Nassen tauchen und nicht wie manche harten Männer im Trockenen.

 

 

 

Das Boot tuckerte so vor sich hin und das nächste Ereignis bahnte sich an… Gordon? Der Schlauch des Kühlers platze, aber für den Käptn und die Crew kein Problem. Die Truppe nahm es gelassen während der Kapitän verkrümmt im Motorraum beim reparieren des Kühlerschlaues lag. Der Schlauch war geflickt, es konnte weitergehen, aber dem Kapitän ging es kreuzmäßig nicht so gut. Schnatterinchen nahm sich seiner an und ließ ihm eine Massage zukommen. Nach ca. 30 Minuten ging es seinem Kreuz zwar besser, aber er hatte Kopfschmerzen und ein Gehörsturz bahnte sich an!

                     

 

Am letzten Tauchtag ging es wieder mit dem Zodiak (Gummiboot) raus. Oh, was war das? Der Zodiakfahrer rief freudig-erregt: „Manta, Manta…“ Alles stürzte ins Wasser um dem umweltfreundlichen europäischen Denken nachzukommen und sammelte die große schwarze Plastiktüte ein!

 

Ein Ereignis sollte allerdings nicht unerwähnt bleiben…

Gordon kam bei starkem Seegang sitzend mit voller Teetasse in der Hand so ins Schwanken, dass er kippe-rechts-kippe-links in Zeitlupe auf den Boden umgekippt ist. Bis dahin eigentlich nichts Außergewöhnliches, aber er verschüttete bei dieser Stunt-Aktion keinen Tropfen seines kostbares Gebräus… Hut ab, Gordon, das soll dir erst mal einer nachmachen!

 

 

 

 

 

Im Hafen wieder zurück sollte es dann nochmal richtig gemütlich werden; Schneeweißchen und Rosenrot zückten den noch nicht eliminierten Bakardi aus ihren Bettflaschen hervor. Ebenso der polinische Wodka von Paulinchen floss in Strömen.

Für Mary ging es am nächsten Morgen sehr zeitig los, sie verließ als Erste das Boot der Ereignisse (Plankton treibt früh!)

 

 

Die vier Letzten (Hubertine, Otto, Hans und Gordon) rundeten mit einem Shopping in Hurghada ihren Aufenthalt in Ägypten ab. Die letzten Pfunde wurden auf den Kopf gehauen. Jetzt ab zum Flughafen, es konnte ja aber nichts mehr schiefgehen, da Flash und seine Volts ja schon außer Landes waren!

Aber seine Odysee war –wie der Schreiber mittlerweile erfahren hatte- noch nicht zu Ende, da er in Frankfurt vom Zoll nochmal einige Stunden auf Herz und Niere untersucht wurde!

       

 

 

Ich hoffe euch mit diesem Bericht einige amüsante Momente unserer Safari vermittelt zu haben. Die Akteure werden sich natürlich wiedererkennen…

Und für alle anderen… bitte nehmt diesen Bericht nicht so ernst, wir waren einfach eine lustige Truppe, die harmonierten und trotz mancher unversehbarer Ereignisse eine schöne Tauchsafari miteinander verbrachten!

 

Wann wollen wir eigentlich wieder miteinander durchstarten?

Gordon wir nehmen dich natürlich gerne wieder mit… sag Bescheid und wir bestellen einfach einen Blitzableiter!

 

 

Huldigungen zu diesem Bericht, bitte direkt an mich,

 

Euer Schnatterinchen